Claus D. Pusch - Romanische Sprachwissenschaft
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Artikel-Systeme in den romanischen Sprachen / Article systems in Romance languages

Lehrveranstaltungskommentar:

Inhalt:
Zu den Innovationen, die sich auf dem Weg vom Latein zu den romanischen Sprachen vollzogen, gehört die Herausbildung von definiten ("bestimmten") und indefiniten ("unbestimmten") Artikeln. An derselben strukturellen Stelle, der Spezifizierer-Position innerhalb der Nominalphrase, werden neben diesen "klassischen" Artikeln noch weitere Artikelwörter, sogenannte Determinantien / determiners, verwendet, wie etwa der Teilungsartikel, Possessivbegleiter (schulgrammatisch "Possessivpronomina" genannt), Demonstrativbegleiter ("Demonstrativpronomina") oder Zahlwörter (Numerale). In diesem Kurs sollen die morphologischen Paradigmata dieser Nominalbegleiter beschrieben und innerromanisch sowie typologisch verglichen werden. Außerdem werden die Wechselwirkungen zwischen Artikelwörtern und anderen Grammemen auf der morpho-syntaktischen Ebene sowie die (In)Kompatibilitäten von Artikelwörtern untereinander in der nominalen Spezifizierer-Position behandelt. Bei all diesen Themen soll der dialektalen Variation besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Zur einführende Lektüre wird empfohlen:

  • Carlier, Anne / Lamiroy, Béatrice (2018): The emergence of the grammatical paradigm of nominal determiners in French and in Romance: Comparative and diachronic perspectives. Canadian Journal of Linguistics / Revue canadienne de linguistique 63:2, 141166, DOI:10.1017/cnj.2017.43

Organisatorisches:
Der Kurs wird in deutscher Sprache durchgeführt. Da ein Großteil der relevanten Fachliteratur in englischer Sprache vorliegt, sind gute Lesekenntnisse des Englischen für die Teilnahme unerlässlich. Die Themeneinheiten werden jeweils vom Dozenten eingeführt und moderiert, wobei einzelne Teilthemen und Aspekte in studentischen Kurzreferaten von 10-15 Minuten Dauer vorgestellt werden. Als Studienleistung wird - neben regelmäßiger Teilnahme - die Bereitschaft zur Übernahme eines solchen Kurzreferats erwartet. Die Prüfungsleistung besteht aus einer 15-20-seitigen Hausarbeit, bevorzugt auf empirisch-korpuslinguisticher Basis.
Zur Verteilung von Kursmaterialien und zur Kommunikation zwischen den KursteilnehmerInnen wird die Lernplattform ILIAS der Uni Freiburg genutzt. Nach erfolgreicher Belegung erhalten die KursteilnehmerInnen das Passwort zum Beitritt in den virtuellen Kursraum für diese Lehrveranstaltung persönlich zugestellt.
Information for foreign guest students: Although the main language of instruction in this course is German, students with a keen interest in linguistics but limited active proficiency in German are welcome, as long as a sufficient passive knowledge of German (corresponding to an A2 or B1 level) is available. Oral presentations in the course may be presented in English, while term papers may be delivered in English or a Romance language.

Kursplan:

Termin

Rahmenthemen der Sitzung

ReferentInnen

17.10.2018

DER Artikel - EIN Morphem von Ø ganz eigener Art - Einführung in das Seminarthema

Seminarleiter

24.10.2018

Nominalphrasen und Satzstruktur

Seminarleiter

31.10.2018

Definite und indefinite Artikel

 

07.11.2018

Keine Sitzung wegen Tagungsreise.

14.11.2018

Teilungsartikel

 

21.11.2018

Quantifizierer (Zahlwörter und Mengenausdrücke) als Nominal-Determiner

 

28.11.2018

"Bare nouns" (artikellose Nomina)

 

05.12.2018

Possessivbegleiter

 

12.12.2018

Demonstrativbegleiter

 

19.12.2018

Einführung in die korpusbasiert-empirische Sprachanalyse (für die Hausarbeit)

Seminarleiter

26.12.2018
02.01.2019

Keine Sitzungen wegen Weihnachtspause.

09.01.2019

Artikel vor Eigennamen

 

16.01.2019

Kombination von Artikelwörtern / Determinern

 

23.01.2019

Artikelwörter und Informationsstruktur

 

30.01.2019

Artikelwörter in typologischer Sicht

 

06.02.2019

Workshop Hausarbeiten: Themen, Konzepte, erste Ergebnisse

Seminarleiter

Claus D. Pusch > Lehrveranstaltungen > Artikel-Systeme - Article systems (WiSe 2018/19)
Aktualisiert am 08.10.2018
Gestaltung: Claus D. Pusch
© Albert-Ludwigs-Universität Freiburg / Romanisches Seminar